Abgeschnitten..

Ich mache Onlinebanking schon so lange wie es möglich ist. Seit Mitte der 80er. Damals hieß das noch Telebanking. Mit Hilfe eines BTX Modems von der Post wurde eine Verbindung zur Bank aufgebaut , sofern die das zuließ, oder besser gesagt, sofern sie bei BTX mitmachte.
Als ich damals zur Bankfiliale ging und zu der Dame hinter dem „Schalter“ sagte:“Guten Tag, ich möchte gerne Telebanking machen“, schaute die mich an als hätte ich ihr gerade ein unsittliches Angebot gemacht. Sie ließ darauf hin den Filialleiter kommen der sichtlich nervös mit irgendwelchen Fomularen herum nestelte und offensichtlich von mir auf den falschen Fuß erwischt worden war. Ich füllte geduldig, nach dem ich ihm erklärt hatte worum es ging, die Formulare aus und hielt somit einen Monat später meinen ersten Tanbogen mit 16 Tans in den Händen.
Heute ist das alles kein Thema mehr. Heute wird eine Tan „generiert“ wenn ich etwas Überweisen will.
Meine Bank setzt dabei auf einen Tangenerator. Dabei wird in einem recht komplizierten Verfahren aufgrund der gemachten Angaben eine Tan errechnet und an den Kunden in einem optischen Verfahren übermittelt. Dabei erscheint auf dem heimischen Monitor ein schwarzes Kästchen in den in schneller Folge weiße Balken aufblitzen. Wenn man nun den Tangenerator mit der IC Karte bestückt auf das schwarze Kästchen hält, wird der Code von der Bank übermittelt und die Tan generiert. Sie erscheint dann im Display des Generators.
Mehr Sicherheit geht kaum noch.
Leider muß der Tangenerator im schwarzen Kästchen sehr genau positioniert werden und auch eine Weile auf dieser Position gehalten werden sonst bricht die Übertragung ab und muß neu gestartet werden. Das habe ich gestern Abend vierzehn mal versucht. Es ist mir nicht gelungen das Gerät über die erforderliche Zeit ruhig zu halten. Ich werde versuchen mit der Bank eine andere Methode für Parkinson Erkrankte zu finden. Am liebsten wäre mir ja ein Tanbogen…

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